Selbstgedacht!

Vorträge, Seminare, Workshops & mehr

zu philosophischen Themen 

 

 

 

"Der Wert der Philosophie besteht gerade wesentlich in der Ungewißheit, die sie mit sich bringt.

 

Wer niemals eine philosophische Anwandlung gehabt hat, der geht durchs Leben und ist wie in ein Gefängnis eingeschlossen: von den Vorurteilen des gesunden Menschenverstands, von den habituellen Meinungen seines Zeitalters oder seiner Nation und von den Ansichten, die ohne die Mitarbeit oder die Zustimmung der überlegenden Vernunft in ihm gewachsen sind.

 

Die Philosophie kann uns zwar nicht mit Sicherheit sagen, wie die richtigen Antworten auf die gestellten Fragen heißen, aber sie kann uns viele Möglichkeiten zu bedenken geben, die unser Blickfeld erweitern und uns von der Tyrannei des Gewohnten befreien." 

(Bertrand Russell)

 


"Es gibt Gedanken, die du nicht begreifen kannst, ohne dein Leben zu verändern."

(Werner Sprenger)

 

 

 

 

Bedenkenswertes:

 

  Rock 'n' Roll is dead!

 

Im März 2015 erkärte Noel Gallagher dem Magazin "Musikexpress", der Rock 'n' Roll sei vom Erdboden verschwunden. Rock 'n' Roll ist tot. Diese Einschätzung ist weder neu noch besonders originell. Bemerkenswert ist sie trotzdem, denn es wird durchaus auch heute noch Musik komponiert, produziert, verkauft und konsumiert, die die klassischen Stilmerkmale des Rock aufweist. Auch heute noch treten Künstler in dem Bewusstsein auf die Bühne, Rockmusiker zu sein. Und nach wie vor werden ganze Festivals der Rockmusik gewidmet. Nichtsdestoweniger möchte man Gallaghers Urteil zustimmen: Rock 'n' Roll ist in gewisser Hinsicht vorbei. Wenn auch strenggenommen nicht vom Erdboden verschwunden, so doch zu einer Art Zombie mutiert. Was kann das bedeuten? Was hat Kurt Cobain damit zu tun? Wie tötet man ein Genre? Wie macht sich ein Künstler zum Genie und Mörder seines eigenen Genres? Und: Ist die Musik der Foo Fighters Klang gewordener Postnihilismus?

Mit diesen Fragen beschäftige ich mich in der Zeitschrift Denkzettel  (1/2015), herausgegeben von dem Bonner Philosophen Dr. Thomas Ebers.

 

Mehr unter: http://vierzweidrei.wordpress.com/denkzettel/

 

 

 

  Schämt euch!

 

Das Gefühl der Scham genießt in unserer Gesellschaft kein hohes Ansehen. Im Bereich des Sexuellen gilt Scham als anerzogene Hemmung, als Zeichen von Verklemmtheit und Spießigkeit. Im Berufsleben macht schamhafte Zurückhaltung, wie es scheint, konkurrenzunfähig. Wer zu schamhaft für ein offensives Selbstmarketing ist, muss damit rechnen, auf dem Arbeitsmarkt unterzugehen. In Casting- und Reality-Shows gehört die Überschreitung von Schamgrenzen zum medialen Alltagsbetrieb. Im Ringen um fünfzehnminütigen Ruhm wird die Schamlosigkeit regelmäßig auf die Spitze getrieben. Anlässe zum Fremdschämen werden dabei überreichlich geboten. Schamlos ist aber auch die Boulevardpresse, wenn sie das Privatleben von Prominenten an die Öffentlichkeit zerrt. Und schamlos sind wir selbst, wenn wir uns am Promi-Klatsch ergötzen. Man könnte angesichts dessen auf den Gedanken kommen, dass wir in einer zunehmend schamlosen Kultur leben. Aber stimmt das?

 

Ist die Scham ein gänzlich kulturabhängiges Phänomen? Ist sie nicht viel eher eine anthropologische Konstante, wie Scheler meinte, oder eine existenzielle Grunderfahrung, wie Sartre glaubte? Sollte man, um dem Eindruck der aktuellen Schamlosigkeit gerecht zu werden, zwischen Scham und Peinlichkeit unterscheiden, wie Ulrich Greiner in seinem neuen Buch „Schamverlust“ vorschlägt? Und ist die Scham unter Umständen ein schützenswertes Gefühl, das wir kultivieren sollten?

 

Eine erste Annäherung an das Gefühl und den Begriff der Scham habe ich für die Zeitschrift Abenteuer Philosophie unternommen.

 

Mehr unter: www.abenteuer-philosophie.org/artikel/136-Wer-bin-ich_Cover.pdf

 

 

 

  Philosophie ist angesagt

 

Die Philosophie erlebt hier und heute eine Art Boom. Philosophen und philosophische Journalisten wie Richard David Precht, Markus Gabriel und Gert Scobel erfreuen sich einer bemerkenswerten Bekannt- und Beliebtheit. Die zweite Philcologne konnte mit ausverkauften Vorträgen von Berühmtheiten wie Peter Sloterdijk aufwarten. Eine Vielzahl philosophischer Bücher und die Magazine Hohe Luft und Philosophie-Magazin zeugen von einem großen Bedarf und Interesse an der guten alten Weisheitsliebe. Kurz: „Die Philosophie ist wieder sexy“, wie kürzlich in der Zeitschrift Abenteuer Philosophie zu lesen war. Für eine Philosophin ist das zweifellos erfreulich! Aber was erwarten Menschen eigentlich von der Philosophie – einmal abgesehen von der Möglichkeit eines unbeschwerten Flirts? Haben wir es mit einer vorübergehenden Modeerscheinung zu tun? Geht es um die Lust an komplizierten Gedankengängen, um eine Art Gehirnjogging? Oder versprechen wir Spätmoderne uns von der Philosophie tatsächlich Hilfe bei der Bewältigung des Lebens? Geht es also um Orientierung, Sinnsuche und Hilfe bei der Beschäftigung mit gesellschaftlichen Problemen?

 

Diesen Fragen habe ich mich in der Zeitschrift Denkzettel  gewidmet, herausgegeben von dem Bonner Philosophen Dr. Thomas Ebers.

 

Mehr unter: http://vierzweidrei.wordpress.com/denkzettel/